Clubtreffen 2026 Göppingen


Am Freitag, den 24. April und Samstag, den 25. April fand das Frühjahrstreffen des HAMMOND Nostalgie Club e. V. in Göppingen statt. 30 Mitglieder hatten sich zum Treffen angemeldet.

Am Freitagabend fand im ausverkauften Alten E-Werk (dem Veranstaltungsort des Göppinger Kulturvereins ODEON) ein Konzert der Sängerin und Gitarristin Judith Hill und ihrer Band statt. Sie brannten im Laufe des Abends mit ihrem Stilmix aus Soul, Funk und R&B ein wahres musikalisches Feuerwerk ab. Im Mittelpunkt der Band, die zu drei Vierteln ein Familienunternehmen ist (Judiths Vater PeeWee Hill am Baß, ihre Mutter Michiko Hill an den Tasten), stand Judith Hill selbst. Es sind ihre eigenen Lieder, die sie mit einer unglaublich vielseitigen modulationsfähigen und in allen Lagen ausdrucksstarken Stimme vorgetragen hat. In ihnen spiegelte sich die ganze Bandbreite menschlicher Gefühle wider: Freude, Trauer, Schmerz, Zorn, Humor, ein unbändiger Lebenswille  -  nichts wirkte aufgesetzt oder gekünstelt, keine Virtuosität um ihrer selbst willen, alles klingt wahrhaftig und authentisch.

Ganz unterschiedliche Klänge und Stimmungen zauberte auch die exzellente Michiko Hill an ihren Synthesizern und an der HAMMOND, die unser Mitglied Reiner Lutz für das Konzert und das Vereinstreffen zur Verfügung gestellt hatte. Gelegentlich traten Judith Hills Mitmusiker in kürzeren Sequenzen auch solistisch hervor. Mit einer unerschöpflichen Fülle an komplexen (und gleichwohl eingängigen) harmonischen und rhythmischen Strukturen, raffinierten Breaks und einer mitreißenden Spielfreude ließ das Quartett keine Wünsche offen. Zum Schluss ließ es sich nicht lange bitten und bedankte sich für den leidenschaftlichen Applaus mit zwei Zugaben.

Fotos (c) Giacinto Carlucci


Am Samstagvormittag fanden im Hotel Hohenstaufen die Mitgliederversammlung und ein Technik-Workshop unseres Mitglieds Martin Kennerknecht statt. Im Workshop ging es um das viel diskutierte Thema „Ölen.“ Martin hatte bei einigen von ihm reparierten Orgeln festgestellt, die zu den Sinterbronzelagern (in denen sich die Achsen der Tonradpaare drehen) führenden Ölfäden zwar satt mit Öl getränkt waren, das Innere einiger Lager aber dennoch trocken war. Um herauszufinden, warum das Öl zwar um die Lager herum-, aber nicht in sie hineingelaufen ist, hat er umfangreiche Tests mit verschiedenen Ölen durchgeführt und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die untersuchten und verglichenen Öle in Sinterbronzelagern durchaus unterschiedlich verhalten. Martins Bericht, den er per Beamerprojektion mit zahlreichen Photos illustrierte, löste lebhafte Diskussionen aus, in die etliche Mitglieder auch ihre Erfahrungen mit verschiedenen Ölen einbrachten.

Reiners Orgel stand auch am Samstag im Hohenstaufen zur Verfügung. Zwischen Mitgliederversammlung und Workshop und vor dem Mittagessen wurde sie ausgiebig genutzt; und weil neben der Orgel auch das Klavier des Hohenstaufen stand, ergab sich auch eine schöne Orgel-und Piano-Session